Wie Interim-Manager ganze Firmen umkrempeln

Ulf Osmers gehört zu einer besonderen Spezies: Als Interim-Manager rückt er an die Spitze von Unternehmen, oft nur ein Jahr, räumt auf und saniert. Menschen wie er sind immer gefragter

Manchmal kann gutes Management auch einfach darin bestehen, eine Lampe aufzustellen. Zumindest ist das die Überzeugung von Ulf Osmers. Als er im November 2017 die Leitung des Bremsbeläge-Werks von Federal Mogul in Glinde bei Hamburg übernahm, sorgte Osmers erst einmal für Licht. In den ersten Gesprächen mit den Mitarbeitern hatte er immer wieder gehört, dass die Lkws im Winter mehr oder weniger im Dunkeln beladen werden mussten. Osmers ließ LED-Scheinwerfer installieren, die Ladeflächen wurden beleuchtet, Problem gelöst. „Quick Wins“ nennt er so etwas, schnelle, greifbare Erfolge. Es ist seine Methode, um rasch Punkte in der Belegschaft zu sammeln. „Die allererste Aufgabe ist: Überblick verschaffen, Ruhe reinbringen und Vertrauen aufbauen“, sagt Osmers.

Osmers ist Interim-Manager. Das heißt, er wird immer dann gerufen, wenn ein Betrieb oder ein Unternehmen kurzfristig und für eine begrenzte Zeit eine Führungskraft braucht. Weil schnell Probleme gelöst werden müssen, die am besten angehen kann, wer keine zu engen Bindungen an die Mannschaft hat.

In den Niederlanden, wo man sich bereits seit den 70er-Jahren Gedanken über einen flexibleren Arbeitsmarkt macht, gibt es das Modell schon seit Langem. In Deutschland kam es erst in den vergangenen zehn Jahren so richtig in Schwung.

Über 9000 solcher Zwischenzeit-Chefs gibt es nach Schätzungen der Dachgesellschaft Deutsches Interim Management (DDIM) mittlerweile im Land. Etwa 30 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren. Auch der Umfang der gezahlten Honorare wächst… [weiterlesen]

Quelle: Beitrag auszugsweise zitiert von captial.de – Originalbeitrag hier lesen