Tagessatz bei Vermittler-Einbindung

Regelmäßig führt das Online-Portal iFellow Ad-Hoc Umfrage zu einem aktuellen Thema aus dem Bereich Freelance und Interim Management durch. Im Mai 2017 wurden die registrierten Mitglieder hinsichtlich der Höhe des Tagessatzes unter Einbindung eines Projektvermittlers befragt.

Demnach wirkt sich die Einbindung eines Providers in den meisten Fällen negativ auf den persönlichen Tagessatz des freiberuflichen Experten aus. Dies verwundert wenig, denn in den meisten Fällen haben die Einsatzunternehmen konkrete Vorstellungen hinsichtlich des Projektbudgets.

Da die Projektvermittler für ihre Dienstleistungen in der Regel einen Aufschlag auf den Netto-Tagessatz erheben. steigt der Brutto-Tagessatz, der von dem Unternehmen zu entrichten ist. Soweit jedenfalls die Theorie. In der Praxis haben die meisten Unternehmen ganz konkrete Zielvorstellungen für einen “All-In-Tagessatz”. In der Folge reduziert dies oftmals den Netto-Tagessatz, der für den Berater, Freelancer oder Interim Manager nach Anzug der Vermittlungs-Fee übrig bleibt.

Auf der anderen Seite übernehmen die Agenturen auch einen Großteil des Akquise-Aufwands für die freiberuflichen Experten, so dass ein geringerer Tagessatz durchaus gerechtfertigt ist. Immerhin spart dies hohe Marketingausgaben und Akquisekosten beim Freelancer ein, bzw. reduziert die Opportunitätskosten durch geringere Leerlaufzeiten.

Es gibt aber auch Fälle, bei denen durch einen Provider-Einsatz höhere Tagessätze erzielt werden. Dies ist z.B. der Fall, wenn der Provider aufrund seines Netzwerkes Mandate generieren kann, an die die “Einzelkämpfer” sonst kaum herankommen würden, wie z.B. im Bereich von Sanierungen oder M&A-Vorhaben.

 

Umfrage_Providertagessatz

 

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