Marketingausgaben freiberuflicher Experten

Was geben Freelancer für das Marketing in eigener Sache aus. Diese Fragestellung ist iFellow im Rahmen einer Ad-Hoc Umfrage unter seinen Mitgliedern nachgegangen.

Das Ergebnis erstaunt etwas, denn ein Großteil der selbständigen Experten investiert weniger als 1% des Umsatzes in die Vermarktung des eigenen Angebotes. Die Ursachen hierfür sind jedoch teilweise nachvollziehbar: Zum einen setzen viele dieser Freiberufler bei der Akquise von Projekten nicht auf eigene Vermarktungsaktivitäten, sondern auf Provider, die sozusagen den Vertrieb und das Marketing übernehmen (ca. 30% der IM Projekte werden über Vermittler akquiriert und vergeben), zum anderen investieren viele Experten lieber in Opportunitätskosten als unmittelbar finanzielle Mittel bereitzustellen. Hierbei wird viel Zeit für die Pflege des persönlichen Netzwerkes, die individuelle Akquise von Mandaten, die persönliche Ansprache von Entscheidungsträgern oder das Veröffentlichen/Bloggen von Fachbeiträgen aufgewendet.

67% der Befragten gaben an, nicht mehr als 100 Euro monatlich für Marketing und Werbung auszugeben. Hierzu zählen z.B. Ausgaben für Profil-Listungen im Internet, der Betrieb der eigenen Homepage, das Schalten von Anzeigen (on- und offline), die Teilnahme an Netzwerk-Abenden oder das Versenden von Mailings. Bezogen auf den durchschnittlichen Umsatz eines Interim Managers entfallen somit weniger als 1% der Ausgaben auf den eigenen Marketingetat – innerhalb dieser großen Gruppe.

26% der Befragungsteilnehmer gaben an, bis zu 500 Euro im Monat in Vermarktungs-Maßnahmen zu investieren. Dabei fließt ein Großteil in Online-Aktivitäten. Und dieses macht sich auch durchaus bemerkbar. So sind viele Freiberufler im Internet deutlich auffälliger vertreten als ihre Kollegen, z.B. in Form von kostenpflichtigen Listungen auf entsprechenden Portalen. Und auch die eigenen Homepages unterscheiden sich in Optik und Qualität mitunter ganz erheblich von denen ihrer „Konkurrenten“.Einige setzten auch Ad-Words Kampagnen und kostenpflichtige Online-PR-Verteiler ein, um das eigene Angebot digital zu verbreiten.

Der Rest (7%) investiert ganz erhebliche Beträge, um kontinuierlich die Projekt-Pipeline am Laufen zu halten. Diese Gruppe gibt monatlich bis zu vierstellige Summen aus. In diesen Fällen werden insbesondere externe Profis wie PR-Agenturen, Internet-Agenturen, Outbound-Dienstleister oder Berater/Coaches engagiert, um das eigene Angebot möglichst professionell in Szene zu setzen.

 

Umfrage_Marketingausgaben