Drei von vier Führungskräften können sich eine Karriere als Interim Manager vorstellen

Die Führungskräfte deutscher Unternehmen stehen dem Einsatz von Interim Management aufgeschlossen gegenüber – und nicht nur das: 72 Prozent von ihnen halten es sogar für realistisch, irgendwann selbst als Manager auf Zeit in anderen Betrieben zu arbeiten. 

Das sind Ergebnisse der Studie “Interim Management 2017”. Für diese wurden von der auf die Vermittlung von Führungskräften und Experten spezialisierten Beratung Aurum Interim Management 384 Führungskräfte deutscher Unternehmen befragt.

“Unsere Studienergebnisse zeigen, dass die Position des Interim Managers für die Mehrzahl der Führungskräfte sehr attraktiv ist”, sagt Axel Oesterling, Geschäftsführer von Aurum Interim Management. “Und in der Tat sprechen viele Argumente dafür, interimistisch zu arbeiten. So kann der Manager oder Fachexperte seine gesamten Erfahrungen und Kompetenzen aus der bisherigen Karriere konstruktiv und wertschöpfend nutzen, da er unabhängig von der internen Politik eines Unternehmens agiert. Er ist nur dem Ergebnis beziehungsweise der Sache verpflichtet.”

Die Aurum-Studie “Interim Management 2017” macht allerdings deutlich, dass teilweise ein noch unvollständiges Bild von der Tätigkeit eines Interim Managers vorherrscht. So sind derzeit 71 Prozent der Teilnehmer davon überzeugt, die zeitlich befristet eingesetzten Manager und Spezialisten passten am ehesten zum Profil eines Projektleiters. Immerhin 27 Prozent der Führungskräfte können sich aber auch schon vorstellen, die Unternehmensleitung per Interim Management zu besetzen. Personalexperte Oesterling: “Es ist eine Fehleinschätzung, zu glauben, ein Einsatz als Interim Manager beschränke sich weitestgehend darauf, vorübergehend eine Projektleitung zu übernehmen. Interim Management deckt in der Praxis bereits ein viel breiteres Spektrum ab – und zwar vom Spezialisten bis hin zum Vorstandsposten.”

Auf welcher Ebene auch immer ein Experte interimistisch eingesetzt wird: Er hat ein abwechslungsreiches Arbeitsleben durch regelmäßig neue Aufgabenstellungen. “Der Interim Manager kann seinen Erfahrungsschatz also stetig weiterentwickeln. Außerdem profitiert er von der beruflichen Selbständigkeit und der damit einhergehenden, zeitlichen Flexibilität”, so Oesterling weiter.

Das gilt unabhängig davon, in welchen Unternehmensteilen diese Einsätze erfolgen. Für geeignet halten die Befragten verschiedenste Bereiche: Den Schwerpunkt sehen die meisten Studienteilnehmer in den Abteilungen Finanzen (60 Prozent) und Logistik (55 Prozent). Nahezu jede Zweite kann sich einen Interim-Experten aber auch in der Produktion, im Einkauf und im Marketing vorstellen. Personalexperte Oesterling: “Diese Verteilung deckt sich weitgehend mit den tatsächlichen Nachfragen von Unternehmen, die Interim Management bereits einsetzen.”

Die meisten Führungskräfte in deutschen Betrieben trauen den Interim Managern darüber hinaus zu, der Personalpolitik eines Unternehmens neue Optionen zu verschaffen. So sagen 85 Prozent der Befragten, die vorübergehend eingesetzten Experten können personelle Engpässe überbrücken, ohne jüngeren Mitarbeitern langfristig die Karriereleiter zu versperren. 70 Prozent der Teilnehmer sind davon überzeugt, Interim Management verhindere personelle Schnellschüsse, die das Unternehmen über Jahre hinweg belasten können. “Interim Manager füllen nicht nur Lücken, sondern nehmen zunehmend auch eine gestaltende Rolle ein”, so Aurum-Geschäftsführer Axel Oesterling. “Gerade für Führungskräfte, die Empathie, Stressresistenz, Flexibilität und eine hohe Leistungsbereitschaft mitbringen, ist eine interimistische Tätigkeit daher eine spannende Herausforderung. Das entdecken auch immer mehr jüngere Menschen.” […]

Quelle: Beitrag zitiert von finanzen.net – Originalbeitrag hier lesen
 

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