Digitale Wettbewerbsfähigkeit erfordert moderne Arbeitsgesetze

Der Einsatz agiler Projektmanagementmethoden wie Scrum und Kanban lässt die Grenzen zwischen internen und externen Mitarbeitern verschwinden. Fehlende rechtliche Klarheit und eine rigide Rechtsprechung sorgen für Verunsicherung bei der Beauftragung. Um dem entgegenzuwirken, ist die Politik gefordert, bestehende Regelungen an die Bedürfnisse moderner Arbeitsorganisation anzupassen.

Die Zahlen liegen auf der Hand: Die deutsche Konjunktur ist gut. Um weiter zu wachsen, benötigen Unternehmen aber eine steigende Zahl an Fachkräften. Jedoch fehlten laut der Bundesagentur für Arbeit im Jahr 2017 in Deutschland mehr als 185.000 Spezialisten. Eine schnelle Trendwende ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Studien der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers und der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft gehen davon aus, dass sich die Situation weiter verschärfen und die Zahl nicht besetzter Expertenstellen in den kommenden Jahren noch steigen wird.

Demnach fehlen bis 2030 rund drei Millionen Fachkräfte. Ein Grund dafür ist unter anderem die digitale Transformation und der damit schnell wachsende Bedarf an IT- und Digitalspezialisten. Denn um mit den technologischen Entwicklungen sowie dem Wettbewerb Schritt zu halten, sind Unternehmen heute gezwungen, ihre Geschäftsprozesse, Produkte und Services umfassend zu erneuern. Doch der Fachkräftemangel bremst Deutschland dabei aus. Bereits heute haben sich in Deutschland viele Digitalisierungsinitiativen gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan, aber auch gegenüber Ländern, mit denen wir im Wettbewerb stehen, verzögert.

Entsprechend groß ist die Nachfrage nach externer Unterstützung. Der Projektmarkt für IT-Freiberufler boomt seit geraumer Zeit. Dank der Auftragsvergabe an externe Experten konnten gerade größere Unternehmen in den vergangenen Jahren ihre unternehmerische Flexibilität aufrechterhalten – auch trotz Fachkräftemangel. Die Wachstumsraten der Business-to-Business-Dienstleistungsmärkte (B2B) lagen dabei stets oberhalb des BIP-Wachstums.

IT-Beratungen profitieren vom Boom

Von der digitalen Transformation profitieren vor allem auch IT-Beratungshäuser und Systemintegratoren. Die Zahl der Aufträge in diesem Bereich steigt enorm und Dienstleister kommen für unterschiedlichste Vorhaben zum Einsatz: etwa bei der grundlegenden Modernisierung der betrieblichen IT-Infrastruktur ebenso wie bei Konzeption und Realisierung digitaler und disruptiver Geschäftsmodelle. Um hier einen effizienten Einsatz der genutzten IT-Infrastruktur zu gewährleisten, müssen die IT-Systeme fähig sein, Aufgaben nach dem Ende-zu-Ende-Ansatz umzusetzen. Das bedeutet, dass sich alle Teilprozesse eines Auftrags mit einem einzigen System bearbeiten lassen, von der Bedarfsplanung bis zur Abrechnung – ohne Schnittstellenbruch.

IT-Beratungen profitieren vom Boom

Von der digitalen Transformation profitieren vor allem auch IT-Beratungshäuser und Systemintegratoren. Die Zahl der Aufträge in diesem Bereich steigt enorm und Dienstleister kommen für unterschiedlichste Vorhaben zum Einsatz: etwa bei der grundlegenden Modernisierung der betrieblichen IT-Infrastruktur ebenso wie bei Konzeption und Realisierung digitaler und disruptiver Geschäftsmodelle. Um hier einen effizienten Einsatz der genutzten IT-Infrastruktur zu gewährleisten, müssen die IT-Systeme fähig sein, Aufgaben nach dem Ende-zu-Ende-Ansatz umzusetzen. Das bedeutet, dass sich alle Teilprozesse eines Auftrags mit einem einzigen System bearbeiten lassen, von der Bedarfsplanung bis zur Abrechnung – ohne Schnittstellenbruch.

Das gemeinsame Entwickeln von Ideen und Lösungen, Shareness, Collaboration, das Wissen der Vielen – in modernen Organisationen verschwinden die Grenzen zwischen den internen Mitarbeitern und den externen Projektexperten zunehmend. Die bis dato sehr starre zeitliche und räumliche Arbeitsorganisation bricht zunehmend auf. Bekannte starre Raster verlieren an Bedeutung. Flexible und agile Muster und Denkweisen, auch in der Arbeitsorganisation, gewinnen hingegen an Bedeutung und werden zu einem wesentlichen Erfolgsfaktor der Digitalisierung. Diese Flexibilisierung und Veränderung wirkt sich zwangsläufig auch auf das klassische Angestelltenverhältnis aus.

Politik muss gesetzlichen Rahmen schaffen

Um die Digitalisierung weiter voranzutreiben und Hindernisse abzubauen, müssen Unternehmen Wege finden, die Herausforderungen des Fachkräftemangels durch smarten Personaleinsatz zu überwinden. Zusätzlich ist der Gesetzgeber gefragt: Er muss geltende Arbeitsgesetze mit den Bedürfnissen moderner Arbeitsorganisation in Einklang bringen. Die bisher in der Rechtsprechung verankerte strikte Trennung von internen und externen Fachkräften hindert Unternehmen daran, auf die Herausforderungen zu reagieren, die der Fachkräftemangel, die zunehmende zeitliche und räumliche Flexibilisierung der Arbeitswelt sowie die Umsetzung neuer, agiler Arbeitsmethoden an sie stellen.

Beitrag zitiert von computerwoche.de – Hier geht’s zum Originalartikel

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